Aktionsbündnis gegen eine feste Fehmarnbeltquerung
 
Presse
08.10.13 19:16 Alter: 4 yrs

Tunnelgegner überreichen 388 Einwendungen zum Espoo-Verfahren persönlich im dänischen Verkehrsministerium

Kategorie: Presse

Von: n. vagt

Pressemitteilung des Aktionsbündnis gegen eine feste Fehmarnbeltquerung e.V.

388 Eingaben zum dänischen Espoo-Verfahren hatten die Gegner der geplanten Tunnels zwischen Lolland und Fehmarn im Gepäck, als sie am Donnerstag gemeinsam nach Kopenhagen reisten, um die Briefe der besorgten Bürger persönlich im dänischen Verkehrsministerium zu überreichen. Die Mitglieder der Allianz und des Aktionsbündnis gegen eine Feste Fehmarnbeltquerung hatten im Vorfeld immer wieder kritisiert, dass die Bürger im Espoo-Verfahren zu den grenzüberschreitenden Umweltauswirkungen des Mammutprojekts völlig unzureichend informiert wurden. Nikola Vagt vom Aktionsbündnis dazu: „Die der deutschen Öffentlichkeit zur Verfügung gestellten Dokumente entsprechen in ihrem Umfang bei weitem nicht denjenigen, die die dänischen Bürger zu ihrer Information bekommen haben. Das Prinzip der Gleichberechtigung („Äquivalenz“) für dieses wichtige Beteiligungsverfahren ist damit nicht erfüllt.“

Eine unfaire Behandlung, die die Bürger nicht hinnehmen wollen. Das Bedürfnis nach Informationen und Mitsprache sei gewaltig, berichtet Christine Albert vom Aktionsbündnis. Die fast 400 Einwendungen der betroffenen Bürger konnten innerhalb kürzester Zeit gesammelt werden. „Wir wollen die betroffene Öffentlichkeit gezielt mit Informationen versorgen und damit der Vernebelungstaktik der Tunnelbefürworter endlich etwas entgegensetzen. Die große Resonanz zeigt: Mit dieser Aktion haben wir voll ins Schwarze getroffen!“

Dass ein solches Wahnsinnsprojekt nicht an den Köpfen der Betroffenen vorbei geplant werden kann und die Stimmen der Gegner zu recht laut werden, dämmert nun wohl auch den Dänen. So nahm man sich im Verkehrsministerium Zeit, die Einwendungen persönlich entgegen zu nehmen. Indes erwacht nun auch das Interesse der dänischen Pressevertreter, die die deutsche Delegation zum Verkehrsministerium begleiteten. Das Ministerium schloss allerdings die mitgereisten dänischen Pressevertreter vom Treffen aus – ein weiteres Indiz dafür, dass das Königreich bei der Durchsetzung dieses Vorhabens das Licht der Öffentlichkeit scheut.

Für Nachfragen:

Nikola Vagt, Tel. 04372-806910, 0173-2689314