Aktionsbündnis gegen eine feste Fehmarnbeltquerung
 

Die Insel Fehmarn ist eine der tourismusintensivsten Regionen Deutschlands


Südstrand, Fehmarn
Baustelle
Tourismus

Auf der Insel Fehmarn sind direkt und indirekt etwa 80 % der Bevölkerung wirtschaftlich vom Tourismus abhängig. Für das touristische Erlebnisprofil der Insel sind Landschaft und Natur von besonderer Bedeutung, so dass sich Fehmarn als Natur- und Erholungsziel insbesondere für Familien mit Kindern sowie für Segler, Surfer und Angler positioniert hat. Das Einkommen der Fehmaraner hängt vor allem von den Feriengästen ab.
Über 3 Millionen Übernachtungen pro Jahr (Gutachten von Wenzel & Partner) machen den Tourismus zum entscheidenden Wirtschaftsfaktor für die Insel.

Eine Tourismusstudie des schleswig-holsteinischen Wirtschaftsministerium bestätigt, dass „insbesondere auf der Ostseeinsel Fehmarn die Risiken für den Fremdenverkehr eindeutig gegenüber den Chancen“ überwiegen. Vor allem während der Bauzeit würde der Fremdenverkehr „nachhaltig beeinträchtigt“.

Während der voraussichtlich 8 bis 9 jährigen Bauzeit würden die Belastungen durch Europas größter Baustelle mit Lärm, Schwerlastverkehr, Verschlechterung der Wasser- und Badequalität durch Sedimentausbreitung zu einer starken Beeinträchtigung des Erholungswertes auf der Insel führen. Die Abwanderung der Gäste in attraktivere Regionen wäre die Folge.

Fehmarn verliert seinen Inselcharakter und wird von einer attraktiven Zielregion zur Transitstrecke degradiert. Ein massiv in die Landschaft eingreifendes Brückenbauwerk (von 60 – 270 Meter Höhe) würde im Fahrbereich an Höhe noch die jetzigen Windmühlen oder den „Bügel“ der Fehmarnsundbrücke übersteigen. 

Nach Fertigstellung des Projektes wird eine zunehmende Verlagerung des Tourismus in Richtung Osten befürchtet, besonders im Campinggewerbe. Aus den bevölkerungsschwachen Nordländern wird es kaum zu touristischen Effekten in Schleswig-Holstein kommen, da das Hindernis des Fährpreises in Form von Maut weiter bestehen wird.